Ricarda Essrich

1. Lockenwickler und ähnlich Unschönes

16. März 2010 | (0) Kommentare

Nirgends interessiert es so wenig, was man am Schreibtisch für Kleidung trägt, wie im Homeoffice. Normalerweise gehöre ich zwar nicht zu den Menschen, die im Nachthemd an den Rechner schlurfen und mittags um zwei erst die Dusche finden. Im Gegenteil: Meist sitze ich morgens pünktlich um 9 Uhr geschniegelt und gestriegelt am Schreibtisch. Diese Disziplin habe ich mir selbst auferlegt. Denn Disziplinlosigkeit in dieser Sache würde sich vielleicht auch auf meine Arbeitsmoral auswirken, stelle ich mir vor. Da ist natürlich jeder Homearbeiter anders, aber ich brauche diese Strukturen.
Und schließlich weiß man ja auch nicht, wer ausgerechnet dann klingelt, wenn man den uralten Schlabberschlafanzug mit Kaffeefleck anhat. Und um dann einfach nicht aufzumachen, bin ich schlicht zu neugierig. Also ziehe ich normale Kleidung an und lasse auch schonmal die Bürste an mein Haar.

Aber es gibt schon auch Momente, wo ich es genieße, dass mich im Homeoffice keiner sieht. Neulich war ich abends zu einer festlichen Veranstaltung eingeladen. Und weil Locken am schönsten fallen, wenn man die Papilotten oder Lockenwickler den ganzen Tag im Haar lässt, habe ich sie direkt morgens eingedreht und auf dem Kopf behalten, während ich wie immer meiner Arbeit nachging. Versuchen Sie das mal im Großraumbüro!

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