Ricarda Essrich

3. Sonne tanken

25. März 2010 | (0) Kommentare

Dieser Tage liegt der Vorteil eines Büros zuhause auf der Hand, oder? Richtig. Während ich dies hier schreibe, sitze ich auf der Terrasse und lasse mir die sonne in mein winterblasses Gesicht scheinen. Schlagartig steigt meine Laune. Ich lausche dem Vogelgezwitscher (und dem Autobahnlärm, der leider erst richtig zu hören ist, wenn der Wind so steht, dass wir gutes Wetter haben), freue mich an den ersten Gänseblümchen, die die Köpfe aus dem Rasen stecken. Da könnte man glatt poetisch werden! Frühlingssonne beflügelt mich.

An den Tagen, an denen ich meinem Halbtagsjob nachgehe, geht es mir wie den meisten anderen Menschen: Ich starre sehnsüchtig aus dem Fenster und wünsche mir, stattdessen mit einem Eis am Rhein zu sitzen, statt im Büro mit der Schnellstraße direkt vor dem Fenster.

Natürlich funktioniert das Arbeiten im Garten nicht so gut wie am Schreibtisch, schließlich kann ich nicht alle Wörterbücher, Hilfsmittel, 2 Monitore etc. mit  rausnehmen. Stattdessen verlege ich die Arbeit ganz einfach in die Abendstunden oder die Zeit, wo das Wetter nicht so lockt (und davon gibt es ja immer noch genug), und genieße die Sonne ganz einfach so. Da halte ich es wie die Werbung einer berühmten Kreditkartenfirma: Die Freiheit nehm' ich mir!

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