Ricarda Essrich

Der beste Preis

28. März 2012 | (0) Kommentare

Hin und wieder werde ich von potenziellen Kunden nach meinem besten Preis gefragt. Meist sogar ohne einen konkreten Text als Kalkulationsgrundlage. Das sieht dann etwa so aus:

"Hallo, ich habe hier 3000 Wörter Schwedisch-Deutsch, technisch, am besten bis gestern. Was wäre Ihr bester Preis dafür?" Meist reagiere ich trotzig auf solche Anfragen und formuliere eine extra lange und ausführliche Antwort, bitte um ein Textbeispiel etc. Aber im Grunde weiß ich schon, dass aus diesem Auftrag nichts wird, da der Kunde nicht danach entscheidet, was ich an Qualifikation und Erfahrung bieten kann, sondern nur nach dem Preis. Vielleicht sollte ich mir also den Aufwand sparen und stattdessen lieber gleich so antworten, wie es mir in den Sinn kommt.

"Mein bester Preis? Bisher habe ich einen maximalen Zeilenpreis von 2,10 erzielen können. Aber ich bin auch schon mal auf 150 Euro pro Stunde gekommen, das war aber auch ein sehr leichter Text!" Das wollte der Kunde doch hören, oder? Er hat ja nicht nach dem für ihn besten Preis gefragt, und schon gar nicht nach dem niedrigsten ...

Man sollte es mal mit diesen Antworten versuchen, auf die mich Übersetzerkollege Erik Hansson aufmerksam gemacht hat: http://thefreelancery.com/2012/03/client-asks-is-this-price-negotiable/

Beim nächsten Mal probiere ich das aus!
 

Kennt Ihr noch mehr dieser faulen Preisdrückerausreden?

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