Ricarda Essrich

Lern mal Schwedisch ...

20. Januar 2011 | (0) Kommentare

... mit "Sprich mal Schwedisch". "Sprich mal Schwedisch" ist ein Lern-Blog. Joakim Andersson, Aniko Janik und Ludvig Andersson entwickeln von Beitrag zu Beitrag kleine Lektionen, die in die schwedische Sprache einführen sollen.

Die Beiträge beginnen mit einer kurzen Einleitung, dann hört man die jeweilige Lektion zunächst komplett auf Schwedisch, in normalem, d. h. originalem Sprechtempo. Danach kommt derselbe Text erneut, diesmal jedoch deutlich langsamer. Und zu guter Letzt wird die Lektion ein drittes Mal wiederholt, diesmal abwechselnd ein schwedischer Satz und die entsprechende Übersetzung. So prägt sich der Stoff leicht ein.

Schließlich werden die neuen Wörter noch einmal separat vorgelesen und die Grammatik dazu erklärt. Die Dialoge werden von unterschiedlichen Sprechern gesprochen, was ich sehr angenehm finde. Allerdings werden die deutsche Moderation sowie die deutschen Dialogübersetzungen nicht von einem deutschen Muttersprachler gesprochen. Der Sprecher beherrscht ohne Zweifel gutes Deutsch, allerdings mit einem deutlichen Akzent und leider mit relativ monotoner Intonation, es wirkt sehr abgelesen. Hier wäre es schöner gewesen, die Teile einen deutschen Sprecher lesen zu lassen.

Um die Lektion nicht nur auditiv, sondern auch visuell aufzunehmen, kann man zu den Texten ein Begleitheft sowie ein paar Übungen herunterladen. Das reine Sprach-Pauken wird zwischendurch aufgelockert durch Beiträge zur Landeskunde, die regelmäßig und zu bestimmten Anlässen (wie kürzlich das Lucia-Fest, eines der schönsten Feste in der schwedischen Vorweihnachtzeit) erscheinen.

Der Vorteil des Programms liegt auf der Hand: Es ist kostenlos, man muss sich nicht anmelden, keine Beiträge bezahlen, nichts abonnieren. Es ist online und man kann daher von überall auf der Welt aus lernen. Per RSS-Feed wird man informiert, sobald neue Lektionen erscheinen. Und selbstverständlich kann man sich auch den Podcast herunterladen und die Lektionen immer wieder anhören.

Nachteil: Weil das Projekt noch relativ jung ist, gibt es noch nicht allzu viele Lektionen; die wenigen vorhandenen behandeln sehr grundlegendes Basiswissen; damit ist "Sprich mal Schwedisch" bisher leider nur für absolute Anfänger geeignet, und man muss sein Lerntempo zumindest im Moment noch dem Publikationstempo der Blog-Betreiber anpassen. Das aber ändert sich ja, sobald eine gewisse Grundlage an Lektionen vorhanden ist.

Fazit: Ein tolles Projekt, das von großem Engagement seitens der Betreiber zeugt. Sicher nicht die schnellste Methode, Schwedisch zu lernen, aber definitiv eine sehr spaßige! Daumen hoch und von möglichen 5! Tolle Idee, danke dafür!

Nächster Eintrag: Bücherkinder.de sucht Jungredakteure

Vorheriger Eintrag: Neue Rubrik: Schwedisch lernen



Copyright 2017 Ricarda Essrich. All Rights Reserved