Ricarda Essrich

Rezension: Zeig mir den Tod

Endlich - der dritte Krimi von Petra Busch

18. März 2013 | (0) Kommentare

Da ist er wieder, dieser Moment. Dieser Moment, wenn man die letzte Seite gelesen hat und man sich fragt, wann denn wohl der nächste Band erscheinen wird. Kennt Ihr das?

Mir geht es immer so, wenn ich die Krimis von Petra Busch lese. Und gerade habe ich die letzte Seite von „Zeig mir den Tod“ beendet, dem dritten Band der Reihe um Kommissar Moritz Ehrlinspiel, seine (inzwischen) Lebensgefährtin Hanna Brock und all die anderen Ermittlerfiguren, die mir inzwischen schon so vertraut sind. Das Buch ist gerade erschienen, und wie immer konnte ich kaum erwarten, es in den Fingern zu halten. Aber erstmal zum Inhalt:

Worum geht's?

Die Kinder des ehrgeizigen, aber nur mäßig talentierten Schauspielers Günther Assmann werden entführt. Die Ermittler dürfen keine Zeit verlieren, denn Tochter Rebecca hat Diabetes und benötigt dringend Insulin. Doch die Entführer stellen keine Lösegeldforderung, sondern wollen mit Reimen und Rätseln Assmann dazu bringen, sich auf der Bühne öffentlich zu demütigen und damit seine Karriere zu zerstören. Moritz Ehrlinspiel ermittelt fieberhaft und versucht mit seinem Team, die Kinder zu finden. Doch die Assmanns haben noch mehr „Leichen im Keller“: Zehn Jahre zuvor verschwandt schon eine Tochter spurlos, Annika. Der Fall konnte nie aufgeklärt werden. Hat ihr Verschwinden mit dem der anderen beiden Kinder etwas zu tun? Und was ist mit den Mitschülern von Sohn Marius? Wissen sie vielleicht mehr über die Entführung, als sie zugeben wollen? Oder Günther Assmanns Förderin Edith und ihr Mann Uwe? In diesem Fall wirken alle verdächtig. Und die Zeit drängt ...

Ich finde ja, es gibt im Grunde 2 Arten von Krimis. Diejenigen, bei denen ich schon nach 50 Seiten einen Verdacht habe, der sich 200 Seiten lang erhärtet und dann auf den letzten 50 Seiten bestätigt. Und diejenigen, die so verwirrend viele Handlungsstränge, Verdächtige und mögliche Entwicklungen aufbauen, dass am Ende eine Auflösung an den Haaren herbeigezerrt wird, damit schließlich alles aufge- und erklärt ist. Das nervt, weil man dann denkt: Wollt Ihr mich für dumm verkaufen? Das jetzt auch noch?"

Auch Petra Buschs „Zeig mir den Tod“ hat viele Handlungsstränge, die sie aber von Anfang so gut miteinander verknüpft, dass das Ende und die Auflösung zwar überraschend,  aber nicht unlogisch oder übertrieben sind. Das alles macht sie mit einem Werkzeug, um das ich sie fast beneide: eine unglaublich authentische Sprache. Mit ihren Protagonisten kann ich lachen und weinen (und für beides gibt es Anlass).

Viele werden es vielleicht als Minuspunkt ansehen, dass die aufdringliche und beharrliche Hanna Brock, die in den ersten beiden Bänden den Kommissar um den Finger gewickelt hat, in diesem Buch nun fast keine Rolle spielt. Für mich war es genau die richtige Dosis, denn nach „Schweig still, mein Kind“ und „Mein wirst du bleiben“ ging mir die Journalistin schon fast ein klein wenig auf die Nerven. wink Fehlen darf sie natürlich auch in Zukunft nicht ...

 

Fakten zum Buch:

Autorin: Petra Busch
Verlag: Droemer Knaur
ISBN: 978-3-426511244
Preis: 9,99
 

 

Kategorien: Bücher | Tags: Krimi, Petra Busch, Roman, Zeig mir den Tod,

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