Ricarda Essrich

Wenn ich mal groß bin ...

21. Mai 2013 | (0) Kommentare

... möchte ich auch solche Sätze schreiben können.

Gerade lese ich von Carlos Ruiz Safón, dem Autor des Bestsellers "Der Schatten des Windes", das 2011 erschienene Buch "Marina". Und gerate ins Schwärmen angesichts dieser Sätze: "Im Orchestergraben schliefen einige Instrumente. Auf dem Dirigentenpult war eine von Spinnweben überzogene Partitur auf der ersten Seite aufgeschlagen. Im Parkett zog der große Teppich des Mittelgangs eine Straße nach nirgendwo."

Eine Sprache, die vor meinem Auge sofort Bilder entstehen lässt, ohne dabei bemüht zu wirken, ganz leicht und natürlich. Genauso und nicht anders stelle ich mir ein verlassenes Theater oder Opernhaus vor. Mit so einfachen Bildern schafft Safón eine düstere, staubige und geheimnisvolle Atmosphäre.

Hach, schön ...

(Zitat aus: "Marina" von Carlos Ruiz Safón, S.Fischer, Frankfurt (2011), S. 253)

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