Ricarda Essrich

Ziele und Vorsätze für 2014

4. Dezember 2013 | (0) Kommentare

Das Lexoffice-Blog ruft zur Blogparade auf, zu einem Thema, das uns Freiberufler wahrscheinlich alle regelmäßig zum Jahresende umtreibt: Wie soll es weitergehen im nächsten Jahr? Was sind meine Ziele, Vorsätze und Wünsche für 2014? Was möchte ich erreichen? Und da ich mich gerade mit der Auswertung meiner Zahlung und Umsätze aus 2013 beschäftige, bietet es sich ja gerade an zu überlegen, was für Schlüsse ich für das nächste Jahr daraus ziehen kann.

Das war 2013

2013 war ein recht gutes Jahr. Es war das erste Jahr als Wiedervollzeitselbstständige, nachdem ich Ende des letzten Jahres meine Halbtagsstelle gekündigt hatte. Ich war voller Energie und hatte ehrgeizige Umsatzziele. Und um diese zu erreichen, habe ich zum ersten Mal sehr genau auf meine Einnahmen und Ausgaben geschaut, und das jeden Monat. Ungewöhnlich für mich, die sich bislang vor solchen Dingen immer gedrückt hatte und daher Fragen wie „Was verdienst Du denn so als Selbstständige?‟ im Grunde nie wirklich beantworten konnte.

Dieses Jahr also Controlling. Und diese Zahlenwühlerei hat mir sehr geholfen (als die Excel-Tabelle mit allen notwendigen Verknüpfungen und Formeln erstmal stand ... wink). Plötzlich bekam ich sehr deutlich vor Augen geführt, dass ich in Monaten mit sehr viel Arbeit für Verlage kaum mehr verdient hatte als in Monaten mit etwas weniger Arbeit, dafür aber für Direktkunden. Und jetzt, zum Ende des Jahres ziehe ich das Fazit: Mein Umsatzziel habe ich nicht erreicht; dennoch bin ich mit den Zahlen ganz zufrieden ‒ für das erste Jahr, in dem ich auch noch viel krank und sicher nicht so einsatzfähig war wie geplant.

Von der Ausrichtung her hat sich auch eine interessante Verschiebung ergeben. Hatte ich ursprünglich im Jahr 2008 als Lektorin und Übersetzerin angefangen, hatte sich in den letzten Jahren der Schwerpunkt doch immer mehr weg von den Verlagen und hin zu den Fachübersetzungen im Bauwesen verschoben. Lukrativ und nicht so unspannend, wie es vielleicht klingen mag. Mit entsprechender Erwartung bin ich in das Jahr 2013 gegangen ‒ sozusagen dann als Übersetzerin und Lektorin ‒ nur um dann jetzt festzustellen, dass ich doch einen nicht unbedeutenden Teil meines Einkommens mit Verlagslektoraten und Buchübersetzungen bestritten habe. Was zwar für meinen kreativen Anspruch und meinen Berufswunsch seit Kindertagen, „Bücher machen‟ zu wollen, super ist, leider aber nicht so lukrativ wie das Übersetzen von Bauausschreibungen und Sicherheitsdatenblättern. Dafür habe ich mit Langenscheidt einen Wunschkunden bekommen, und das beste daran: Die haben mich gefunden!

Und so soll 2014 werden

So ergeben sich automatisch die Ziele für das neue Jahr. 2014 will ich dem Umsatzziel, das immer noch steht, deutlich näher kommen. Das erreiche ich aber vermutlich nur durch Akquise, und zwar durch Akquise von Direktkunden aus der Bauindustrie. Ich habe schon ein wenig damit in diesem Jahr begonnen, jedoch noch ohne nennenswerten Erfolg und wenig motiviert. Also im nächsten Jahr frei nach einer Texttreff-Kollegin: Da muss der innere Vertriebler her.

Dies bringt dann ‒ so die Akquise denn erfolgreich ist ‒ automatisch eine Verschiebung meiner Ausrichtung mit sich. Im nächsten Jahr möchte ich wieder mehr Fachübersetzungen machen, und zwar über das ausschreibungsintensive Frühjahr hinaus. Ich weiß ja, dass der Bedarf an Schwedisch-, Norwegisch- und Dänisch-Übersetzungen da ist, ich war nur bisher zu bequem, mich in diesen Bereichen noch sichtbarer zu machen.

Aber auch Werbelektorate möchte ich mehr machen. Da gilt es, neue Agenturen zu akquirieren und alte zu reaktivieren bzw. wieder auf mich aufmerksam zu machen.

Und sonst?

Ich möchte mehr schreiben. Zunächst einmal in meinen Blogs, hier im Wortsalat und zum Thema Schwedischlernen. Dazu kommt Anfang des Jahres hoffentlich noch ein drittes Projekt, das sich vornehmlich an Leser aus der Bauwirtschaft richten wird. Doch dazu später mehr.

Meinen Roman möchte ich nochmal angehen. Und das eine oder andere schöne Buch übersetzen; vielleicht ist ja 2014 endlich ein Krimi drin?

Meine Netzwerke will ich weiter pflegen und ausbauen, online und vor allem live. Im Moment ja an zwei Standorten in Düsseldorf und München. Vielleicht ergibt sich im nächsten Jahr auch eine Festlegung auf die eine oder die andere Stadt. Die Jahrestagung der Literatur-Übersetzer in Wolfenbüttel steht schon fest im Terminkalender, das Internationale Textinen-Treffen in Danzig auch ...

Ach, so könnte ich endlos weitermachen. Ich freue mich auf das nächste Jahr. 2013 war schon ziemlich gut, 2014 wird noch viel besser!!!

 

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