Ricarda Essrich

Einträge der Kategorie "Aus dem Alltag einer Übersetzerin":


Der beste Preis

28. März 2012 | (0) Kommentare

Hin und wieder werde ich von potenziellen Kunden nach meinem besten Preis gefragt. Meist sogar ohne einen konkreten Text als Kalkulationsgrundlage. Das sieht dann etwa so aus:

"Hallo, ich habe hier 3000 Wörter Schwedisch-Deutsch, technisch, am besten bis gestern. Was wäre Ihr bester Preis dafür?" Meist reagiere ich trotzig auf solche Anfragen und formuliere eine extra lange und ausführliche Antwort, bitte um ein Textbeispiel etc. Aber im Grunde weiß ich schon, dass aus diesem Auftrag… weiterlesen

Wenn’s mal wieder schnell gehen muss

oder: vom Unterschied zwischen Silizium und Silikon

26. Januar 2012 | (2) Kommentare
Wenn’s mal wieder schnell gehen muss

Manchmal liegen gute und schlechte Übersetzungen so nah beieinander wie diese beiden Wörterbucheinträge:

Wir leben in einer schnellen Welt, und Bücher, von denen man noch vor Erscheinen weiß, dass sie vermutlich die Bestsellerlisten im Sturm erobern werden, müssen oft rasend schnell übersetzt werden. Denn wenn ein Autor sich über eine so berühmte Person wie Steve Jobs auslässt, will der Verlag natürlich möglichst schnell möglichst viel Geld mit dem Buch verdienen und verhindern, dass… weiterlesen

Übersetzerstolz: Autofokus ist da!

17. Juli 2011 | (0) Kommentare

Meine Nachbarn sind schon leicht amüsiert, weil sie immer wieder Pakete für mich annehmen müssen, wenn der Paketbote mich nicht angetroffen hat. Und dabei bestelle ich schon alles zur Packstation.

Gestern dann rief die Nachbarin schon wieder über den Zaun, sie habe ein Paket für mich. Dabei war ich  mir keiner Schuld bewusst. Alle Internetbestellungen waren längst abgeschlossen. Und wer sonst sollte mir ein Paket schicken, wenn ich nichts bestellt habe? Und als ich das Paket dann… weiterlesen

Falsche Freunde

8. Juli 2011 | (0) Kommentare

Diejenigen, die Fremdsprachen lernen, wissen wahrscheinlich, was falsche Freunde sind. Wörter oder Phrasen, die einem deutschen Wort oder einer deutschen Phrase in Schrift oder Aussprache so ähneln, dass man sie fälschlicherweise für die richtige Übersetzung hält.

Ein klassisches Beispiel aus dem Englischen: das Wort "become", das nicht, wie man aufgrund der Aussprache vielleicht meinen könnte, "bekommen" heißt, sondern vielmehr "werden". Die Frage "May I become your bicycle" ist also… weiterlesen

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